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Geschichte des Dorfes

Diese Kategorie zeigt die Geschichte Böddigers.

Um Ihnen einen besseren Überblick zu bieten, haben wir den Aufsatz in einzelne Kapitel unterteilt, die Sie unter den folgenden Überschriften aufrufen können.

Wenn sie möchten, können sie den kompletten Aufsatz als PDF-Datei zum Lesen und/oder Ausdrucken herunter laden.

 

Vorzeit und urkundliche Ersterwähnung

- Vorzeit und urkundliche Ersterwähnung 1074
- Böddiger und seine Geschichte im Hessenland
- Böddiger und seine Geschichte in der heimischen Region
- Hinweise auf bereits vorhandene Darstellungen der Ortsgeschichte von Böddiger

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Böddiger im Zweiten Weltkrieg und in der Zeit danach bis zur Gegenwart

Ein Denkmal auf dem Mühlenberg erinnert an die vielen Opfer der beiden Weltkriege (1914 bis 1918 und 1939 bis 1945).

Während des Zweiten Weltkrieges wurde in der Nacht vom 16. auf den den 17. Mai 1943 die Sperrmauer des Edersees von britischen Flugzeugen zerbombt, war zur Folge hatte, dass das gesamte Edertal stark verwüstet wurde, großer Sachschaden entstand und zahlreiche Menschen ums Leben kamen.

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Kirche und Pfarrer in Böddiger

Landgraf Philipp der Großmütige hatte im Oktober 1526 auf der Homberger Synode die Reformation für sein Land eingeführt. Damit wurde auch Böddiger evangelisch.

Die evangelische Kirche von Böddiger steht mitten im Dorf auf einer leichten Anhöhe. Das Gebäude wurde 1799 fertiggestellt. Diese Jahreszahl ist auf der Wetterfahne des Turmes sowie auf einem Sandstein am Fuße des Mauerweges an der Südostecke abzulesen. Im Jahre 1999 wurde mit der 925Jahrfeier des Ortes auch der 200. Geburtstag der Kirche gefeiert. Zum Geburtstag bekam sie einen Namen, nämlich „Friedenskirche“, und heißt seither so. Dass es eine Vorgängerkirche in Böddiger gab, ist sicher. Warum die Vorgängerkirche an gleicher Stelle durch den Neubau von 1799 ersetzt wurde, ist unbekannt. Ein Brandschaden, aber auch Baufälligkeit könnten der Grund gewesen sein. Aus der Vorgängerkirche stammen ein über dem Portal der heutigen Kirche eingemauerter sogenannter Schlussstein mit dem Symbol des Gotteslammes sowie der achteckige gotische Taufstein, der lange als Unterbau des Altars in der jetzigen Kirche diente, nach deren Innenrenovierung 1980/81 mit dem Aufbau eines neuen Altars aber wieder seiner Bestimmung zugeführt wurde.

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Schule und Lehrer in Böddiger

Eine Schule gibt es in Böddiger nicht mehr. Der Schulbetrieb in Böddiger wurde 1972 im Wege der Zentralisierung des Schulwesens eingestellt. Die Kinder aus Böddiger besuchen die Grundschule, früher in Gensungen, neuerdings in Neuenbrunslar, anschließend die Gesamtschule in Felsberg oder eine sonstige Schule eigener Wahl.

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Wappen

Der Emmesgänser ist auch Bestandteil des inoffiziellen Wappens von Böddiger. Auf dem Wappen thront er mit seinem Sockel rechts über der skizzenhaft dargestellten alten dreibögigen Sandsteingewölbebrücke im Oberdorf (Emstalstraße).Eine Weintraube links vom Emmesgänser über der Brücke ist ein Hinweis auf den Weinbau in Böddiger. Der Wappenentwurf stammt von Eckhard Fisseler, einem Einwohner aus Böddiger, der inzwischen leider verstorben ist. Viele ortsansässige Vereine haben das Wappen als Grundmuster übernommen und mit Vereinsemblemen bzw. Vereinssymbolen auf ihre jeweiligen Verhältnisse zugeschnitten.

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Emmesgänser

Die Einwohner von Böddiger haben seit altersher den Spitznamen die „Emmesgänser“, zurückzuführen auf die intensive Gänsehaltung in früherer Zeit. Damals bevölkerten zahllose Gänse aus fast allen Haushaltungen des Dorfes alltäglich scharenweise den Bachlauf der Ems. Die Tiere wurden morgens von ihren Besitzern aus dem Stall gelassen, begaben sich ans Wasser und kehrten abends vor Einbruch der Dunkelheit wieder nach Hause zurück. Dabei benutzten sie, keineswegs immer im Gänsemarsch, Straßen und Wege im Dorf und fielen auch deshalb Durchreisenden und Besuchern auf. Vielleicht ist unter dem Eindruck, in Böddiger könnte es möglicherweise mehr Gänse als menschliche Bewohner geben, der Spottname „Emmesgänser“ entstanden, der dann zum Spitznamen wurde. Der Emmesgänser ist inzwischen zum Symbol und Wahrzeichen von Böddiger geworden. Ihm wurde sogar ein Denkmal gesetzt. Es steht am rechten Ufer der Ems unterhalb der kleinen Unterdorfbrücke. Die aus Stein modellierte Skulptur wurde angefertigt von der Steinmetzfirma Otto Frankes Söhne in Felsberg. Finanziert wurde das Projekt aus dem Überschuss der 900Jahrfeier von 1975. Im Jahre 1979 wurde der in Sein gehauene Emmesgänser aufgestellt. Die feierliche Einweihung wurde bei großem Publikumszuspruch vorgenommen im Rahmen eines Feuerwehrfestes, das vom 01. bis 04. Juni 1979 stattfand (50 Jahre Freiwillige Feuerwehr Böddiger und Stadtfeuerwehrtag).

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Weinberg in Böddiger

Über die lokalen und regionalen Grenzen hinaus ist Böddiger bekannt als Ort mit dem nördlichsten Weinberg in Hessen. Die Hanglage, wo der Wein angebaut wird, trug schon immer den historischen Flurnamen Weinberg. Hier begann Georg Angersbach aus Neuenbrunslar, der eine Idee hatte, im Jahre 1947 mit der Anpflanzung der ersten Reben. In den Folgejahren entstand ein Weingut mit mehreren Hektar Anbaufläche, einer eigenen Kelterei, einem großen Gewölbekeller und einem Gastronomiebetrieb. Nach dem Tod von Georg Angersbach im Jahre 1979 gelangten Gelände und Gebäude mit einem Gesamtareal von 16 Hektar auf Umwegen über das Land Hessen (Hessische Landgesellschaft) schließlich an das Diakonische Werk, das hier eine Therapieeinrichtung aufbaute, die sich heute Fachklinik Böddiger Berg benennt. Der großflächige Weinanbau wurde gänzlich eingestellt.

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